Adoption & Pflegefamilien

Auf dem Weg zum eigenen Kind ziehst du eventuell auch eine Adoption in Betracht. Vielleicht ist es erst ein Gedanke, vielleicht hast du dich schon intensiv mit dem Thema beschäftigt oder du steckst bereits mitten im Adoptionsprozess? Der Grund, sich mit einer Adoption auseinanderzusetzen, liegt nahe: Der Wunsch nach einem Kind! Sei es der Wunsch, ein liebevolles Zuhause für Kinder zu bieten, die es brauchen können. Oder der Wunsch nach leiblichen Kindern, der unerfüllt blieb. Die Fragen, die mit einer Adoption verbunden sind, folgen automatisch, denn bewusst und unbewusst spüren wir, welche große Aufgabe auf uns wartet.

Kann ich ein Kind lieben, das nicht mein leibliches ist? Inwieweit kann eine vollkommene Eingliederung in die neue Familie überhaupt geschehen und was braucht es dafür? Wie kann ich mich emotional auf die Ankunft des Kindes und die neue Rolle als Mutter/Vater/Geschwister/Großmutter etc. vorbereiten?

Je klarer du dir über deine Intention wirst, was genau dich dazu bewegt, ein Kind zu adoptieren und welche Wünsche und Befürchtungen du hast, umso mehr Platz werden (Vor-)Freude, Glück und Zuversicht haben – der optimale Nährboden für alles, was auf dich wartet.

Gefühle wie Angst oder ein diffuses Unbehagen kennt wohl jeder, der sich für diesen Schritt entscheidet. Solche Emotionen dienen als Hinweis unserer Psyche oder unseres Körpers, einmal kurz innezuhalten und hinzuhören. Haben wir diesen Raum, können sich die Gefühle verwandeln.

Wir sind überzeugt davon, dass jedes Adoptionskind ein glückliches Leben haben kann. Gleichzeitig braucht es dafür Ehrlichkeit, Achtsamkeit, Demut, Dankbarkeit und Liebe. Mandalia Birth unterstützt dich in diesem Prozess dort, wo du es brauchst. Dafür kann dein Adoptionskind auch schon erwachsen sein.

 

Das Kind ist da!

Gratuliere! Dies ist ein Moment, der wie eine Geburt gefeiert werden muss! Vielleicht ist der neue Mensch eben erst bei dir zu Hause angekommen oder lebt schon eine Weile bei dir. Vielleicht ergeben sich Fragen in der ersten sensiblen Zeit oder du bemerkst Gefühle oder Dynamiken, für die du dir Unterstützung wünschst.

Inwieweit weicht der Familienalltag eventuell auch komplett von Vorstellungen ab, die du eigentlich hattest? Hier geht es Adoptionsfamilien übrigens oft nicht anders als Familien mit leiblichen Kindern; alles steht Kopf und muss seinen neuen Platz bekommen. Allerdings haben wir auch oft erlebt, dass Mütter und Väter eines Adoptionskindes noch höhere Ansprüche an sich selbst haben.

Die Gründe dafür sind verschieden:

  • Ich bin total fertig, fühle mich aber schuldig, weil ich das doch alles wollte!
  • Muss ich immer glücklich sein?
  • Mein Baby weint die ganze Zeit!
  • Mein Kind möchte von mir nicht angefasst werden, was kann ich tun?
  • Ich empfinde nicht das, was ich mir erhofft hatte. Wird das noch anders?
  • Ich bin eine Übermutter/ein Übervater! Ich möchte alles perfekt machen und komme an meine Grenzen.

Die erste Zeit mit einem Kind ist ein „Ausnahmezustand“ - alles ist anders, ganz gleich, ob es das leibliche ist oder nicht. Wir leben im Wechselbad der Gefühle und müssen uns neu ein- und ausrichten.

Mandalia Birth hat ein eigenes Programm entwickelt, das den Prozess der Adoption begleitet und unterstützt. Dabei können z.B. auch folgende Gedanken oder Fragen Raum bekommen:

  • Was bedeutet es eigentlich für ein Kind, Teil eines anderen Familiensystems zu werden?
  • Wie kann ich mich auf eine Adoption vorbereiten?
  • Was braucht (m)ein Adoptionskind?
  • Was ist/war ausschlaggebend für meinen Adoptionswunsch?
  • Wie werde ich mir und meiner Intention selbst bewusst?
  • Was braucht mein Familiensystem noch für die Aufnahme des neuen Familienmitglieds?
  • Wie kann ich mich emotional auf die Ankunft und die neue Rolle als Mutter/Vater/Geschwister/Großmutter etc. vorbereiten?
  • Wie stehe ich zu den leiblichen Eltern meines Adoptivkindes?

Dies sind nur einige Fragen, die sich häufig bei Adoptiveltern ergeben. Natürlich gibt es noch viele, viele mehr und je nach eigener Lebensgeschichte können es auch ganz andere Themen sein, die mit der Adoption des Kindes auftauchen. Je mehr wir unsere eigenen Emotionen ernstnehmen und unsere „Themen“ bearbeiten, umso mehr kann das Kind „ankommen“. Dies gilt für alle Eltern-Kind-Dynamiken, jedoch ganz besonders für adoptierte Kinder (siehe auch: „Der erste Verlust des Universums“).

 

Ein Kind in eine andere Familie geben

Die Entscheidung, sein Kind in eine andere Familie zu geben, fällt niemandem leicht, und die Beweggründe dafür sind sehr unterschiedlich. Der Schritt einer Adoption wird in Deutschland begleitet von Beratungen und Gerichtsterminen. Außerdem gibt es die Möglichkeit der Babyklappe, die in einigen Krankenhäusern rund um die Uhr zur Verfügung steht. Und einige Familien entscheiden sich, ältere Kinder in Pflegefamilien oder Heime zu geben. Auch hier sind die Gründe individuell. Vielleicht hast du dein Kind auch vor langer Zeit weggegeben und leidest darunter?

Solltest du den Gedanken haben, dein Kind weggeben zu wollen, laden wir dich von ganzem Herzen zu einem ersten kostenfreien Gespräch ein. In diesem Gespräch geht es um dich, wir sind frei von Bewertung oder Vorurteilen – es ist Raum da, um deine Geschichte zu erzählen und dich dabei zu unterstützen, die für dich richtige Entscheidung zu treffen.

Mandalia Birth kann in folgenden Punkten begleitend unterstützen:

  • Einen Raum schaffen, in dem Du gehört und gesehen wirst und deine Geschichte erzählen kannst.
  • Beweggründe genauer anzuschauen, um neue Perspektiven zu beleuchten und/oder herauszufinden, wie weitere hilfreiche Schritte aussehen könnten.
  • Adressen für weitere Beratungen durch das Jugendamt und andere Anlaufstellen mitgeben.
  • Ein Abschieds- und/oder Neuanfangsritual zu initiieren.

 

Wir freuen uns, dich auf deinem Weg zu unterstützen, ruf uns gerne an oder schreibe uns eine E-Mail.

"Biology is the least of what makes someone a mother." - Oprah Winfrey